CDU für individuelle Mobilität
Resolution zum A3-Ausbau mehrheitlich beschlossen
In der mehrheitlich beschlossenen Resolution der Großen Koalition zur Erweiterung der Autobahn A3 auf acht vollwertige Fahrstreifen fordert die Stadtverordnetenversammlung Obertshausen u.a. die „Einstufung des gesamten Streckenabschnittes von der Anschlussstelle Frankfurt-Süd bis zur Anschlussstelle Hanau einschließlich des Ausbaus sämtlicher Anschlussstellen in die höchste Kategorie VB-E (vordringlicher Bedarf – Engpassbeseitigung) im Bundesverkehrswegeplan.“
CDU-Vorsitzender Björn Simon bedauert, dass der Beschluss nicht einstimmig (Die Fraktion der Bündnis 90 / Die Grünen stimmte dagegen) verabschiedet werden konnte: „Mit der Resolution und den darin enthaltenen Forderungen sprechen wir ein überregionales Problem an. Nach den Städten und Gemeinden, die geografisch nahe an der A3 liegen, haben sich unlängst der Kreistag des Landkreises Offenbach sowie viele weitere Kommunen für den Ausbau der Teilstrecke ausgesprochen, weil sie und ihre Bürgerinnen und Bürger ebenso von dem Engpass zwischen der Ausfahrt Hanau und dem Kreuz Offenbach und dem daraus resultierenden Rückstau betroffen sind. Auch die Industrie- und Handelskammern von Offenbach, Hanau und Aschaffenburg haben die Problematik erkannt und fordern unabhängig voneinander den Ausbau“, so Simon weiter.
„Selbstverständlich fanden auch mögliche verkehrstechnische Alternativen wie beispielsweise der öffentliche Nahverkehr und Radschnellverbindungen Einzug in das Schriftstück“, so Fraktionsvorsitzender Anthony Giordano. „Die Politik muss den Bürgerinnen und Bürgern jedoch selbst die Entscheidung überlassen, welches Verkehrsmittel sie bevorzugen. In vielen Fällen sind Pendler auf der Autobahn viel schneller und flexibler unterwegs als mit der S-Bahn“, ergänzt Giordano.
Die verkehrspolitische Sprecherin der CDU Obertshausen Martina Biehrer wird deutlich: „Wir wissen, dass die Verkehrszahlen auf der Autobahn A3 in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Wir möchten dabei jedoch nicht als die Lobby des Fernverkehrs fungieren, sondern dafür sorgen, dass unseren Bürgerinnen und Bürgern, unseren Nachbarn und Arbeitskollegen und uns allen die Möglichkeit bleibt, die Autobahn ohne regelmäßige Staus zu nutzen. Zudem müssen wir verhindern, dass weitere Staus auf der A3 durch Obertshausen umfahren werden. Das hätte eine eklatante Erhöhung des innerstädtischen Verkehrs zur Folge“, stellt Biehrer fest.
„Ein verbesserter Lärmschutz entlang der Autobahn A3 ist unser Ziel“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel Friedrich. Nach Ansicht der SPD Obertshausen bleibt festzuhalten, dass ein achtspuriger Ausbau der Autobahn A3 eine deutliche Verbesserung von Lärmschutzmaßnahmen mit sich bringen und die Lärmbelästigung durch den Autoverkehr verringern würde. „Dies erfolgt auch im Interesse für die in Nähe der Autobahn wohnenden Bürger, die den von der Autobahn kommenden Lärm schon seit vielen Jahren ertragen müssen“, so Friedrich weiter. Sogar eine Installation von sogenannten solaren Lärmschutzwänden – also einer Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik – wäre optional. Den zunehmenden Verkehrszahlen steht zudem die Elektromobilität gegenüber, die in den nächsten Jahrzehnten den Autoverkehr deutlich leiser machen wird – ein weiteres, schwerwiegendes Argument für mehr Autobahnspuren für mehr Verkehr.



